Radfahrtestbögen für alle NRW-Grundschulen

Kategorie: Pressemitteilungen

Verkehrsministerium, TÜV Rheinland und Landesverkehrswacht NRW übergeben Bögen in Mönchengladbach

Übergabe der ersten Radfahrtestbögen an Rektorin Gabriele Zimprich (Mi.) und Kinder der Franz-Walmich-Schule mit (v.li.) Arne Böhne, Geschäftsfeldleiter TÜV Rheinland, Heinz Hardt, Präsident Landesverkehrswacht NRW, Ulrich Malburg, Referatsleiter NRW-Verkehrsministerium, Hans-Wilhelm

Düsseldorf, 3. September 2014. Mit dem Fahrrad nehmen Kinder erstmals selbstständig am Straßenverkehr teil. Das Radfahren erweitert ihren Aktionsradius, vermittelt ihnen wichtige Erfahrungen im Verkehr, ist gesund und macht Spaß. Damit Kinder in NRW von Anfang an sicher in die Pedale treten, werden die Grundschulen bei der Radfahrausbildung von der Polizei und der Verkehrswacht unterstützt.
Im Rahmen der Ausbildung kommen Testbögen zum Einsatz, mit denen das theoretische Wissen der Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen überprüft wird. Und nach dem Test werden an die Kinder Fahrradpässe ausgeteilt, in die sie ihren Namen und die Merkmale ihres Rades eintragen können.
Heute wurden an der Jugendverkehrsschule Mönchengladbach die ersten der insgesamt 173.000 Radfahrbögen und -pässe, die an alle Grund- und Förderschulen in NRW verteilt werden, an die Direktorin der Franz-Wamich-Schule, Gabriele Zimprich, übergeben. An der Finanzierung der Materialien beteiligte sich neben dem NRW-Verkehrsministerium und den Verkehrswachten erneut der TÜV Rheinland.
„Die Radfahrausbildung in der 3. und 4. Klasse ist ein wesentlicher Bestandteil der Mobilitäts- und Verkehrserziehung“, erläutert Ulrich Malburg, Referatsleiter für Verkehrssicherheit und Nahmobilität im NRW-Verkehrsministerium. „Je eher die Kinder das Rad als umweltfreundliches Verkehrsmittel kennen lernen, desto besser. Sie sollen sich aber vor allem sicher im Straßenverkehr bewegen können. Dafür ist es notwendig, dass sie das Fahrradfahren so früh wie möglich beherrschen, die wichtigsten Verkehrszeichen verstehen und natürlich die Gefahren des Straßenverkehrs kennen.“
Gemeinsam mit Arne Böhne, Geschäftsfeldleiter Führerschein TÜV Rheinland, und Heinz Hardt, Präsident der Landesverkehrswacht NRW, übergab Referatsleiter Malburg in Gegenwart von Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners und Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre die Bögen der Schuldirektorin Gabriele Zimprich.
Arne Böhne erläutert die Gründe für das Engagement des TÜV Rheinland. „Verkehrssicherheit ist eine der Säulen des TÜV Rheinland. Wir führen nicht nur die Fahrzeuguntersuchung und die Führerscheinprüfung durch, sondern uns liegt auch am Herzen, dass unsere Jüngsten heile nach Hause kommen.“

„Gerade in Zeiten, in denen viele Kinder aufgrund des digitalen Medienangebots unter Bewegungsmangel leiden, ist es wichtig, dass sie durch die Schule an das Radfahren herangeführt werden“, so Landesverkehrswacht-Präsident Hardt. „Wenn sie das Fahrrad beherrschen und wissen, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält, sind nicht nur die Grundlagen für die künftige sichere Verkehrsteilnahme gelegt. Auch wird den Kindern so der Spaß an der Bewegung mit dem Rad vermittelt.“
Die NRW-Verkehrswachten stellen seit vielen Jahren den Lehrkräften und den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei Materialien für die Radfahrausbildung zur Verfügung. Außerdem betreiben sie mobile und stationäre Verkehrsschulen, in denen das verkehrssichere Radfahren im Schonraum geübt werden kann. Die frühe Schulung der Kinder soll auch dazu beitragen, die Unfälle mit Radfahrerbeteiligung zu senken. Im vergangenen Jahr verunglückten in NRW 14.736 Radfahrer, 2.094 von ihnen waren unter 15 Jahre alt.
Schulungen und Informationen zählen für die Verkehrswachten zu den zentralen Maßnahmen, wenn es um die Förderung des Radverkehrs geht. Dies fängt mit der Radfahrausbildung in der Grundschule an und sollte sich beispielsweise mit Fahrtrainings und Tote-Winkel-Schulungen fortsetzen. Aber auch erfahrene Radfahrer können noch dazu lernen, wenn es um den richtigen Umgang mit Pedelecs oder E-Bikes geht. Viele der 65 Verkehrswachten in NRW bieten daher entsprechende Seminare an.