„Nur nüchtern ans Steuer!“

Kategorie: Pressemitteilungen

Landesverkehrswacht NRW mahnt Jecken

Wer bei der Karnevalsfeier Alkohol trinkt und anschließend dennoch Auto fährt, riskiert nicht nur eigene Gesundheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Auch kann bereits mit 0,3 Promille eine relative Fahruntüchtigkeit bei Anzeichen von Fahrunsicherheiten erreicht werden – mit strafrechtlichen Konsequenzen. (Foto: LVW NRW)

Düsseldorf, 9. Februar 2015. Wenn an Weiberfastnacht die Rathäuser gestürmt werden, beginnt nicht nur in den rheinischen Metropolen von Nordrhein-Westfalen die heiße Phase der fünften Jahreszeit. Für die meisten Jecken gehört neben Kostümen, Musik und guter Laune auch das ein oder andere Glas Bier zum Feiern dazu. Daher sollte man sich über den Heimweg schon Gedanken machen, bevor man sich ins Getümmel stürzt, rät die Landesverkehrswacht NRW.

„Ob man nun zur Sitzung, zum Umzug oder zur Party fährt - immer sollte man vorher wissen, wie man nach Hause kommt“, betont Heinz Hardt, Präsident der Landesverkehrswacht. „Entweder lässt man den Wagen gleich stehen und steigt auf Taxi, Bus oder Bahn um, oder es wird ein Fahrer ausgeguckt, der den Abend über nüchtern bleibt.“ Für die tollen Tage haben die Verkehrsgesellschaften an Rhein und Ruhr wieder ihr Angebot deutlich ausgeweitet. Die Düsseldorfer Rheinbahn und die Kölner Verkehrsbetriebe haben separate Fahrplanhefte für die Karnevalszeit aufgelegt, die auch im Internet heruntergeladen werden können. Auch können sich die Narren per App über die Abfahrtzeiten informieren lassen.

Dass man sich besser nicht hinters Steuer setzt, wenn man Alkohol getrunken hat, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Neben dem Risiko, bei einem Unfall die eigene Gesundheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer zu riskieren, droht der Verlust der Fahrerlaubnis. Im vergangenen Jahr führte die Polizei in NRW in der Karnevalszeit 62.367 Kontrollen durch; 17.256 Mal wurden die Fahrerinnen und Fahrer auf Alkohol getestet. Von 230 Personen wurde der Führerschein einbehalten. Viele Fahrzeugführer wurden auch auf Drogenkonsum überprüft; dabei wurden 273 Verstöße registriert.

„Alkohol am Steuer ist kein Kavaliersdelikt, sondern ein äußerst gefährliches und risikoreiches Verhalten“, so Heinz Hardt. „Jeder Jeck sollte sich ausschließlich nüchtern ans Steuer setzen!“ Und auch am Tag nach der Feier ist es besser, den Wagen stehen zu lassen, da der Körper durchschnittlich pro Stunde nur um 0,15 Promille abbaut.