Landesverkehrswacht NRW diskutiert Verkehrssicherheit von Radfahrern

Kategorie: Pressemitteilungen

Präsident Hardt tritt nach 20 Jahren im Amt nicht erneut zur Wahl an

Heinz Hardt, seit 20 Jahren Präsident der Landesverkehrswacht NRW, tritt nicht erneut zur Wahl an.

Neuss, 23. April 2015. Die Hauptversammlung der Landesverkehrswacht NRW, die am morgigen Freitag in Neuss stattfindet, wird sich in ihrem Fachteil mit der Verkehrssicherheit von Radfahrern beschäftigen. Für diese Gruppe der Verkehrsteilnehmer musste für den Zeitraum zwischen 2010 und 2014 in NRW ein Anstieg der Verunglückten in Höhe von 13,6% registriert werden. In 2014 kamen 16.068 Radfahrerinnen und Radfahrer auf den Straßen in NRW zu Schaden, 68 von ihnen starben. Die Landesverkehrswacht setzt sich mit diversen Programmen und Aktionen dafür ein, die Sicherheit von Radfahrern zu verbessern. Zuletzt wurde in NRW die Aktion „Vorsicht Toter Winkel!“ gestartet, die helfen soll, Abbiegeunfälle zwischen Großfahrzeugen und Radfahrern zu verhindern. „Risiken im Radverkehr“ ist der Titel des Vortrags von Jörg Ortlepp, der als Leiter des Fachbereichs Verkehrsinfrastruktur bei der Unfallforschung der Versicherer die Thematik intensiv untersucht hat. Im Anschluss beleuchtet Prof. Dr. Mark Vollrath von der Technischen Universität Braunschweig in seinem Vortrag „Radfahrer – Rowdy oder Opfer?“ das Verhalten der Zweiradfahrer. Vollrath ist am Institut für Psychologie für die Abteilung Ingenieur- und Verkehrspsychologie zuständig.

Neben dem fachlichen Teil stehen bei der Hauptversammlung auch Neuwahlen der Gremienvertreter auf der Tagesordnung. Nach 20 Jahren im Amt wird sich Präsident Heinz Hardt nicht mehr zur Wahl stellen. Auch die Vizepräsidenten aus den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Köln müssen neu gewählt werden. Dr. Günter Bäumerich, der bisher den Regierungsbezirk Köln vertrat, wird ebenfalls nicht erneut antreten.

Zur Jahreshauptversammlung werden u.a. die Ergebnisse des Seh- und Reaktionstests veröffentlicht, die die Landesverkehrswacht dank der finanziellen Unterstützung des NRW-Verkehrsministeriums in 2014 durchführen konnte. Knapp 20% der insgesamt 18.444 getesteten Personen wiesen demnach eine Fehlsichtigkeit auf. Die Auswertung der freiwilligen Tests zeigt, dass die Fehlsichtigkeit mit der Höhe des Alters zunimmt. Während Erwachsene zwischen 25 und 45 Jahren eine Fehlsichtigkeit von 13,1% aufwiesen, waren es bei der Gruppe der 65- bis 69-jährigen bereits 24,16%. In der Gruppe der Erwachsenen von 75 Jahren oder älter wurde bei 45,77% eine Fehlsichtigkeit festgestellt. Die Mitarbeiter der Verkehrswacht raten Personen, bei denen eine Fehlsichtigkeit festgestellt wurde, zu einer Untersuchung bei Augenarzt oder Optiker.

Die Hauptversammlung der Landesverkehrswacht ist in diesem Jahr zu Gast bei dem Technologieunternehmen 3M, das mit der Entwicklung und Herstellung von Produkten wie reflektierenden Folien für Verkehrszeichen und Fahrbahnmarkierungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beiträgt. Neben dieser allgemeinen Zielsetzung, die das Unternehmen mit der Verkehrswacht verbindet, unterstützte 3M auch die Aktion „Vorsicht Toter Winkel!“ durch die Bereitstellung von hochwertigen Folien, aus denen die Aktionsaufkleber für Großfahrzeuge gefertigt wurden.