„Fit und sicher am Steuer – mobil bleiben im Alter“

Kategorie: Pressemitteilungen

Landesverkehrswacht stellt Programm für autofahrende Seniorinnen und Senioren vor

Präsentierten und diskutierten das Senioren-Programm „Fit und sicher am Steuer“ (v.li.): Dieter Rohlfing, Verkehrswacht Minden-Lübbecke, Friedel Thiele, Fahrlehrerverband Westfalen, Michael Semrau, Verkehrswacht Münster, Prof. Jürgen Brauckmann, Präsident Landesverkehrswacht, Maria Brendl-Sperling, Verkehrswacht Essen, Gaby Schnell, Landesseniorenvertretung NRW, Kurt Bartels, Fahrlehrerverband Niederrhein (Foto: LVW NRW)

Münster, 27.4.2018. "Wie können sich ältere Autofahrerinnen und Autofahrer möglichst lange eine sichere Mobilität erhalten?" Mit dieser Frage leitete Landesverkehrswacht-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann auf der Hauptversammlung des Verbandes am 27.4. in Münster eine Gesprächsrunde zur Verkehrssicherheit von autofahrenden Seniorinnen und Senioren ein. Dabei wurde besonders über das neue Verkehrswachtprogramm "Fit und sicher am Steuer - mobil bleiben im Alter" diskutiert, dass der Generation 60 plus neben einer Auffrischung ihres Verkehrswissens auch eine Beratungsfahrt mit einem Fahrlehrer anbietet.
"Wir wollen älteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern ermöglichen, sich ohne Angst vor dem Verlust des Führerscheins darüber klar zu werden, ob sich in ihrem Fahrverhalten Fehler eingeschlichen haben, die durch bewusstes Üben unter professioneller Anleitung wieder abgestellt werden können", erläuterte Friedel Thiele, Vorsitzender des Fahrlehrerverband Westfalen, dessen Organisation das Projekt ebenso unterstützt wie der Fahrlehrerverband Nordrhein und die Landesseniorenvertretung NRW. "Fakt ist:", so Gaby Schnell, die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW, "Mobilität sichert die Teilhabe alter Menschen am öffentlichen Leben und trägt damit wesentlich zur Gesunderhaltung bei." Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung lag auf dem Thema Pedelecs. Die trittunterstützten Räder erfreuen sich besonders bei älteren Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern einer wachsenden Beliebtheit; damit einher geht aber auch ein Anstieg der Verunglücktenzahl. Allein in NRW verunglückten nach vorläufigen Angaben in 2017 21 Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer tödlich, neun mehr als im Vorjahr. Viele NRW-Verkehrswachten bieten daher Trainings an, bei denen der verkehrssichere Umgang mit den E-Bikes geübt wird.

Zu Beginn der Tagung lobte Dr. Daniela Lesmeister, Abteilungsleiterin im NRW-Innenministerium, in ihrer Ansprache die Zusammenarbeit von Polizei und Verkehrswachten bei der Verkehrssicherheitsarbeit. Auch Dorothee Feller, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Münster, und Gerhard Joksch, Bürgermeister der Stadt Münster, richteten Grußworte an die Vertreterinnen und Vertreter der NRW-Verkehrswachten. "Wir freuen uns, dass wir die NRW-Verkehrswachten zu Gast haben", begrüßte Stefan Richter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Westfälischen Provinzial Versicherung, die Anwesenden. "Mit ihnen teilen wir das Anliegen, die Verkehrssicherheit in unserem Lande weiter zu verbessern. Dafür werden wir auch in Zukunft gemeinsame Initiativen ergreifen."