170.000 Testbögen für Radfahrausbildung an Grund- und Förderschulen in NRW verteilt

Kategorie: Pressemitteilungen

Verkehrsminister Hendrik Wüst betont Bedeutung der Radfahrausbildung an Grund- und Förderschulen

Übergabe der Radfahrtestbögen mit (erste Reihe, v.li.) Burkhard Nipper, Gf. Direktor der Landesverkehrswacht, Verkehrsminister Hendrik Wüst, Dr. Kai Zwicker, Landrat Kreis Borken, Karsten Seefeldt, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, Schulleiterin Christel Bernard und Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze-Hessing

Borken, 2.10.2018. Fahrradfahren ist für Kinder nicht nur eine tolle Möglichkeit, ihre eigene Mobilität zu erweitern. Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, verbessert auch seine körperliche Fitness und schult Motorik und Sensorik. Damit möglichst alle Kinder in Nordrhein-Westfalen nach der Grundschule sicher mit dem Rad unterwegs sind, gibt es in der dritten und vierten Klasse die Radfahrausbildung. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler Verkehrsregeln und den richtigen Umgang mit dem Fahrrad.
Die 64 Verkehrswachten in NRW unterstützen die Schulen auch im Schuljahr 2018/19 bei der Radfahrausbildung, indem sie ihnen 170.000 Radfahrtestbögen und Fahrradpässe zur Verfügung stellen. Die Testbögen werden zur Überprüfung des theoretischen Wissens eingesetzt; wer auch sein Können unter Beweis gestellt hat, erhält den Fahrradpass, in dem der eigene Name und die Merkmale des Fahrrads eingetragen werden.
Verkehrsminister Hendrik Wüst überreichte heute an der Cordula-Schule in Borken gemeinsam mit Uwe Böhm von TÜV NORD und Karsten Seefeldt, Vizepräsident der Landesverkehrswacht, einige der 170.000 Testbögen an Schulrektorin Christel Bernard. „Das Land unterstützt gerne die Radfahrausbildung“, so der Verkehrsminister. „Sie trägt zur Verkehrssicherheit bei. Es ist wichtig, dass die Kinder frühzeitig das richtige Verhalten im Straßenverkehr lernen. Nur so kann die Vision Zero Realität werden.“
Während die praktische Ausbildung an den Schulen durch die Polizei unterstützt wird, übernehmen neben dem Betrieb der Jugendverkehrsschulen die Verkehrswachten die Verteilung der Testbögen. Der Druck wird von TÜV NORD und TÜV Rheinland, dem Verkehrsministerium sowie den örtlichen Verkehrswachten finanziert. „TÜV NORD ist den Verkehrsteilnehmern als Partner für Verkehrssicherheit bekannt. Neben der Fahrzeuguntersuchung und der theoretischen und praktischen Führerscheinprüfung engagieren wir uns aber auch gern dafür, dass unser Nachwuchs sicher mit dem Fahrrad unterwegs ist“, so Dipl.-Ing. Uwe Böhm, Mitglied der TÜV NORD-Geschäftsleitung.
„Wir sind froh darüber, dass die Radfahrausbildung als Eckpfeiler der Verkehrserziehung im Primarbereich so viele Unterstützer hat“, erklärte LVW-Vizepräsident Karsten Seefeldt. „Generell wird es immer wichtiger Mobilität frühzeitig zu fördern. Die Kombination aus hohem Medienkonsum und Bewegungsarmut führt bei immer mehr Kindern zu motorischen Defiziten. Auch hier hilft die Radfahrausbildung gegenzusteuern und Lust auf Bewegung zu wecken.“
Die 64 NRW-Verkehrswachten stellen seit vielen Jahren den Lehrkräften und den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei Materialien für die Radfahrausbildung zur Verfügung. Außerdem betreiben sie mobile und stationäre Jugendverkehrsschulen, in denen das verkehrssichere Radfahren im Schonraum geübt werden kann. Allein im Kreis Borken sind vier mobile Jugendverkehrsschulen der Verkehrswacht an den Grund- und Förderschulen im Einsatz. Die Radfahrschulungen der Verkehrswachten sollen auch dazu beitragen, die Unfälle mit Radfahrerbeteiligung zu senken. Im vergangenen Jahr verunglückten laut Innenministerium in NRW 15.014 Radfahrer, 71 Radfahrer wurden getötet.