Angebote für Senioren

Initiative „Sehen und gesehen werden!“

Gerade in der „dunklen Jahreszeit“ sollten Fußgänger darauf achten, dass sie von anderen Verkehrsteilnehmern frühzeitig gesehen werden. Dabei helfen reflektierende Materialien. (Foto: Polizei NRW)

Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, steigt das Risiko für Fußgänger im Straßenverkehr zu verunglücken. Die richtige Bekleidung kann dem vorbeugen. Dunkle Kleidung reflektiert nicht gut, besser ist es, helle Kleidung zu tragen. Fußgängerinnen und Fußgänger werden noch besser gesehen, wenn sie blinkende Lichter oder retroreflektierende Materialien tragen. Diese wirken besonders gut, wenn sie sich an Armen und Beinen befinden und so die menschlichen Bewegungen leichter erkennen lassen. Menschen am Straßenrand werden so von den Autofahrern besser wahrgenommen. Die Autofahrer können anhand des Bewegungsmusters auch besser erfassen, in welche Richtung man läuft.

 

Besonders gut sichtbar sind Westen, Armbinden und Anhänger aus reflektierendem Material oder quer und längs angebrachte Streifen auf Jacke und Mantel. Wichtig ist eine gleichmäßige Verteilung rund um den gesamten Körper, damit die 360-Grad-Sichtbarkeit gewährleistet ist. Es gibt hierzu modische Varianten, welche bei Tageslicht kaum auffallen.

Checkliste für die dunkle Jahreszeit:
• Tragen Sie als Fußgänger möglichst keine dunkle Kleidung, sondern kleiden Sie sich hell.
• Noch wirksamer sind reflektierende Materialien – eingearbeitet in die Kleidung oder zusätzlich als Reflexbänder oder „Blinkies“.
• Benutzen Sie vorhandene Überwege, um die Straße sicher zu überqueren! Ein kleiner Umweg kann Leben retten!
• Seien Sie aufmerksam und beobachten Sie den Verkehr!
• Verlassen Sie sich nicht darauf gesehen zu werden, Blickkontakt mit Autofahrern hilft Missverständnisse vermeiden.

Weitere Informationen zum Thema Sichtbarkeit finden Sie in einem Flyer, den Sie hier herunter laden können:
Flyer „Sehen und gesehen werden“

Fit mit dem Fahrrad


Mit „Fit mit dem Fahrrad“ bieten die NRW-Verkehrswachten ein Programm an, das sich an Menschen über 50 Jahre wendet, die bereits seit vielen Jahren mit dem Rad unterwegs sind und nun noch einmal ihre Kenntnisse auffrischen wollen. Ebenfalls richtet es sich an Menschen, die nach langer Pause wieder auf zwei Rädern unterwegs sein möchten. Aber auch Radfahrer, die Gefallen an Pedelecs, den elektrisch verstärkten Bikes, gefunden haben, einen Umstieg erwägen oder bereits vollzogen haben, gehören zu den Teilnehmern.

Ziel des Programms ist es, die Grundlagen und Anforderungen des Radfahrens zu trainieren sowie die Beweglichkeit und Koordination zu verbessern.

Der Kurs wird seit 2011 gemeinsam von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) und der Landesverkehrswacht NRW angeboten. Wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind, fragen Sie bei ihrer örtlichen Verkehrswacht nach.

Wie gehe ich richtig mit einem Pedelec um? Was bei den neuen, von einem Elektromotor unterstützten Rädern zu beachten ist, kann man bei der Aktion „Fit mit dem Fahrrad“ erfahren (Bild: Der Patriot).

Aktiv & mobil – die neuen Senioren

Die Situation älterer Menschen rückt immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Mit dem Eintritt der „Baby Boomer“-Generation ins Rentenalter muss sich Deutschland auf eine ganz neue demografische Herausforderung einstellen. Die neuen Senioren sind selbstbewußt, zielstrebig und wollen auch im Alter aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Mobilität ist für sie daher selbstverständlich, auch wenn körperliche Defizite oder ein verlangsamtes Reaktionsvermögen die Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen.

Hier setzt das Angebot der Verkehrswachten an: Bei Veranstaltungen des Projekts „Mobil bleiben, aber sicher!“ können Senioren ihre Sehkraft und Reaktionsfähigkeit testen. So sollen sie durch eigenes Erleben für die körperlichen Veränderungen sensibilisiert werden. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter der Verkehrswachten beratend aktiv, wenn es beispielsweise darum geht, wie man nach der Winterpause die gewohnte Sicherheit auf dem Fahrrad wiedergewinnt oder wie man souverän den öffentlichen Personennahverkehr nutzt.

Mit den Programmen „Ältere Menschen im Straßenverkehr“ und „Ältere aktive Kraftfahrer“ richten sich die Verkehrswachten in NRW an Fußgänger und Kraftfahrer im Seniorenalter. Auch dabei stehen die sichere und gelassene Teilnahme am Straßenverkehr sowie die Erhaltung der eigenen Mobilität im Mittelpunkt. Künftig sollen die Inhalte von „Ältere Menschen im Straßenverkehr“ sowie „Ältere aktive Kraftfahrer“ mit dem neuen Programm „Sicher mobil“ zusammengefasst und um weitere Inhalte ergänzt werden. Die Broschüre zum Programm, die viele praktische Tipps enthält, kann hier herunter geladen werden.

Gesundheitschecks: Im Alter unfallfrei unterwegs

Mobilität im Alter: Fahrsicherheitstrainings, Sehtests & Co helfen
Mobilität im Alter: Fahrsicherheitstrainings, Sehtests & Co helfen

Hinter dem Steuer zu sitzen, ist für viele unverzichtbar. Wer so lange wie möglich unfallfrei mit dem Auto unterwegs sein will, sollte seine Fahrtüchtigkeit regelmäßig prüfen lassen.

Kein Verfallsdatum für Führerscheine

Fahre ich noch genauso sicher wie früher? Diese Frage stellt sich so mancher mit zunehmendem Alter. Generell gilt: Der Führerschein besitzt kein Verfallsdatum. Bis zu welchem Alter man ohne Leistungseinbußen Auto fahren kann, ist individuell sehr verschieden und hängt vom eigenen Gesundheitszustand ab. Statistisch betrachtet nimmt die Fahrtüchtigkeit ab dem 75. Lebensjahr deutlich ab, unter anderem weil Informationen nicht mehr so schnell aufgenommen werden, sich die Reaktionszeit verlängert oder weil die Beweglichkeit nachlässt.

Aber auch in jüngeren Jahren kann die Fahrsicherheit beeinträchtigt sein, zum Beispiel durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten. „Klarheit können freiwillige Gesundheitschecks beim Hausarzt bringen", rät Ute Hammer, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). „Scheuen Sie sich nicht, das Thema bei Ihrem nächsten Arztbesuch anzusprechen.“


 

Was Sehtest, Hörtest & Co. bringen
Mit einigen unkomplizierten Checks können Ärzte schnell überprüfen, wie fahrtüchtig ihr Patient ist. Viele Probleme, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen, lassen sich in den Griff bekommen, etwa der Graue Star oder ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Im Zweifel überweist der Hausarzt an einen Spezialisten. Angst, den Führerschein bei einer Untersuchung zu verlieren, muss der Betroffene nicht haben. Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht. Oberstes Ziel ist es, sicher unterwegs zu sein, im Interesse der anderen Verkehrsteilnehmer, aber auch im eigenen Interesse.

Lernen im Alter
Um so lange wie möglich fit hinter dem Steuer zu sitzen, kann jeder selbst etwas tun. Es gibt viele Wege, die Mobilität im Alter zu erhalten und sicher unterwegs zu sein. Fahrsicherheitstrainings, Feedbackfahrten beim Fahrlehrer oder Seminare wie „sicher mobil“ können dazu beitragen, die Fahrkompetenz zu verbessern. „Fragen Sie in den Geschäftsstellen der NRW-Verkehrswachten nach“, rät der Geschäftsführende Direktor der Landesverkehrswacht, Burkard Nipper. „Sie bieten spezielle Trainings für Senioren an, bei denen Praxistipps für mehr Sicherheit gegeben werden.“ Die für Sie zuständige Verkehrswachten finden sie hier. Mehr zum Thema finden Sie auch bei der „Aktion Schulterblick“ des DVR. Dort finden Sie zum Beispiel ein Experteninterview für ältere Verkehrsteilnehmer. Die „Aktion Schulterblick“ wird unterstützt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Ein Informationsbroschüre mit Hinweisen für ältere Menschen und ihre Angehörigen zur Aufrechterhaltung einer sicheren Auto-Mobilität können Sie hier herunterladen:

Fit und Auto-mobil

 

Hier finden sie weitere Informationen zum Thema:

Wackeldackel wirbt für sichere Mobilität im Alter

Jeder kennt ihn: den braunen Wackeldackel, der auf der Hutablage von so manchem Wagen sitzt und anderen Autofahrern freundlich zunickt. Im neuen Spot der "Aktion Schulterblick" des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) wirbt das Kult-Accessoire auf charmante Weise für sichere Mobilität im Alter.

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