Angebote für Fahrradfahrer

Mit dem Rad sicher unterwegs


Lebenseinstellung, Lifestyle, liebstes Hobby – Für viele Menschen ist Fahrradfahren längst mehr als nur eine Fortbewegungsart. Durch den technischen Fortschritt hat sich das Fahrrad vom Drahtesel zum Hochleistungs-Sportgerät entwickelt. Die heutigen Räder verfügen über moderne Federungstechniken, Antriebssysteme und Bremsen.

 

Doch trotz der technischen Neuerungen, die auch zu einer höheren Verkehrssicherheit beitragen, gehören Fahrradfahrer zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern. In 2010 wurden rund 16.000 Fahrradfahrer in NRW bei einem Unfall verletzt, 81 starben.

Um die eigene Sicherheit zu erhöhen, können Radfahrer diverse Vorkehrungen treffen. Hier einige Tipps und Informationen zum Thema:

  • Benutzen Sie immer einen Fahrradhelm
    Für Kinder ist der lebensrettende Schutz längst selbstverständlich. Doch viele Erwachsene begeben sich weiterhin in Gefahr. Dabei bedenken die wenigsten, dass es nicht nur auf den eigenen Fahrstil ankommt.
  • Halten Sie Ihr Fahrrad in Schuss
    Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrrad verkehrstüchtig ist. Besonders die technische Ausstattung wie Beleuchtung, Bremsen und Bereifung sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Viele Fahrradgeschäfte bieten regelmäßige Untersuchungen an.
  • Fahren Sie schon bei Dämmerung mit Licht
    Sehen und gesehen werden – so lautet das überlebenswichtige Motto im dichten Stadtverkehr und auf schlecht beleuchteten Landstraßen. Neben einer einwandfreien Beleuchtungsanlage machen Reflektoren und hellen Kleidung den Radfahrer bei Dunkelheit „unübersehbar“.
  • Benutzen Sie - wenn möglich - Fahrradwege und ruhige Straßen
    Mit dem immer dichter werdenden Autoverkehr steigen auch die Gefahren für Radfahrer. Um sicher ans Ziel zu gelangen, sollte man – wenn vorhanden – die Radwege nutzen. Auch ist ein Umweg durch eine Seitenstraße manchmal der sicherere Weg.
  • Rechnen Sie mit der Unachtsamkeit anderer
    Es ist die klassische Schocksituation für Radfahrer: Bei der Vorbeifahrt an einer Reihe parkender Wagen öffnet sich plötzlich eine Autotür. Jetzt entscheiden Sekunden. Wer mit angemessener Geschwindigkeit unterwegs ist und vorausschauend fährt, wird mehr Chancen haben dem Hindernis auszuweichen als der unachtsame Raser. Diese Verhaltensregel hilft in vielen Gefahrensituationen.
  • Fahren Sie defensiv
    In kritischen Situationen sollte man sich als Fahrradfahrer stets defensiv verhalten - auch wenn man „im Recht“ ist! Den Radfahrer umgibt kein schützendes Metallgehäuse.

Was ein verkehrssicheres Fahrrad ausmacht, erfahren Sie in der DVR-Broschüre ’Das sichere Fahrrad‘, die sie hier herunterladen können:

Radverkehrsnetz NRW


Das Radverkehrsnetz NRW verbindet alle Städte und Gemeinden des Landes mit einer einheitlichen Wegweisung für den Radverkehr. Es weist eine Gesamtlänge von ca. 13.800 km auf und umfasst rund 70.000 Schilder. Damit bildet es das Rückgrat der Radwegweisung in NRW.
Seit 2003 wird ein Radroutenplaner im Internet angeboten, mit dem man sich durch Eingabe von Start-, Ziel- und Zwischenpunkten eigene Touren unter verschiedenen Gesichtspunkten zusammenstellen kann. Hierzu gehören beispielsweise touristische Aspekte wie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Land, die topografischen Verhältnisse (durch automatische Erstellung eines Höhenprofils der berechneten Route), Rast- und Übernachtungsmöglichkeiten (Stichwort "Bett&Bike") oder An- und Abreisemöglichkeiten mit der Bahn (Kennzeichnung der Bahnhöfe und Kopplung mit dem Fahrplanauskunftssystem).
Der Radroutenplaner kann auch als App auf ein Smartphone geladen werden.

 

Mehrheit fährt ohne Fahrradhelm

Leider setzen nur zehn Prozent aller Radfahrer einen Helm auf, bevor sie in die Pedalen treten. Dies hat eine Umfrage der gesetzlichen Unfallkassen ergeben, die im Rahmen der Präventionskampagne „Risiko raus!“ durchgeführt wurde. Allerdings würden 90% aller Radfahrer darauf achten, dass ihre Kinder beim Radfahren einen Helm tragen.

Für eine generelle Helmpflicht sprechen sich 25% der Befragten aus. 27% befürworten eine Helmpflicht, aber nur für Kinder und Jugendliche. 5% plädieren dafür, die lebensrettende Kopfbedeckung außerhalb geschlossener Ortschaften zur Pflicht zu machen, 2% halten dies innerhalb geschlossener Ortschaften für sinnvoll. Eine Mehrheit von 41% lehnt eine Helmpflicht gänzlich ab.
Nähere Informationen finden Sie auf der Hompage von „Risiko raus!“.

Die Landesverkehrswacht NRW setzt sich für eine Helmpflicht für Radfahrer ohne Alters- oder Ortsbeschränkung ein. Leider gilt es gerade unter Jugendlichen als uncool, beim Radfahren einen Helm aufzusetzen. Für diese Altersgruppe wurde von der Präventionskampagne „Risiko raus!“ folgender Videoclip produziert.

FahrRad, aber sicher

Die Verkehrswachten in NRW bieten das DVW-Programm ’FahrRad, aber sicher‘ an. Dabei werden Radfahrern Verhaltensregeln vermittelt, über Unfallrisiken aufgeklärt und praktische Tipps zu Fahrrad und Helm gegeben. Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Homepage der Deutschen Verkehrswacht.

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